29 Okt

Die Developer Toolbar: Ein Muss für Web-Designer und Programmierer

Im Gegensatz zu vielen unsinnigen Addons für den Internet Explorer gibt es für den Feuerfuchs richtig nützliche Tools. Die „Developer Toolbar“ ist so ein Beispiel.

Für diejenigen, die es immer noch nicht begriffen haben. Firefox kann mehr und ist wesentlich flexibler als der Browser aus Redmond. Tools wie „Addblock“, „ReminderFOX“ und „DownThemAll“ sind in sekundenschnelle installiert und erweitern den Fuchs zu einem Alleskönner.

Der Knaller unter den Addons ist für mich die „Developer Toolbar“ das 120kb große Addon bietet über hundert Funktionen in einer schmalen Toolbar oder dem Kontextmenü.

Beispielsweise können Bildgrößen und Dimensionen angezeigt, Tabellen und Container sichtbar gemacht und nachgeladene CSS-Dateien und Scripte inspiziert werden. Web-Desigener können ihrer Layouts überprüfen oder die Stylessheets bzw. den Code on the fly verändern.
Die Möglichkeiten zur Manipulation von Formularen und Cookies sind nicht nur für die, sondern auch für Hacker ein nettes Werkzeug.

Firefox 2.0
Der neue Firefox ist da. Und die vielen tollen Funktionen, wie die flexible Druckausgabe und der Download Manager sind so geschickt integriert, dass der Browser nicht überfrachtet wirkt. Für Diejenigen, die oft mit den Webbrowser Texte Emails, Foren oder Blogs schreiben gibt es ein besonders Hilight. Die Integrierte Rechtschreibprüfung markiert unbekannte Wörter bei der Eingabe. Vorher muss man lediglich ein Wörterbuch hinzufügen. Die Installation erfolgt über das Web. Entweder wählt man beim ersten Start eine der 25 Sprachen. Oder man drückt nachträglich in einem Eingabefeld die rechte Maustaste und klickt im Kontextmenü auf Sprachen>>Wörterbücher hinzufügen.

25 Okt

Achtung: Spielen gefährdet auch Ihre Intelligenz

Nicht nur die Taliban wollen ihr Land in das Mittelalter katapultieren. Seit einiger Zeit schlagen die Kreuzritter gegen die Medienverwahrlosung eine Schlacht, die Gräben hinterlässt.

Schlüsselfigur in der Diskussion um gewalttätige Computerspiele ist der Kriminologe Prof. Dr. Pfeiffer vom KFN Niedersachsen

Der ehemalige Justizminister sieht in Computerspielen die Wurzel allen Übels. Dabei geht es ihm nicht um Killerspiele. Nein; das Spielen an sich ist gefährlich, wie er jüngst in einer Studie feststellte. Bei einer Befragung von Hauptschülern und ihrer Lehrer hat er festgestellt, dass die schlechteren Schüler Nachmittags häufiger spielen. Der Kurzschluss des profilneurotischen Professors liegt auf der Hand. Spielen macht dumm!

Das Spiel auch immer Selbstbestätigung und Belohnung ist und sich die Schüler diese über Computerspiele holen, darauf kommt der Jurist nicht.
Unterstützung erhält er durch den Neurobiologen Manfred Spitzer. Der hat als Ursache das Glückshormon Serotonin ausgemacht, dass beim Spielen ausgeschüttet wird. Das Hormon verhindert angeblich, dass das Erlernte Nachmittags gespeichert wird.

Den Vogel in der Debatte schießt aber der der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther ab. Er habe festgestellt, dass die Region im Gehirn für die Steuerung des Daumens in den letzten 10 Jahren viel größer geworden ist. Das ständige Daddeln und SMSen würde Gräben in den Gehirnen der Kinder hinterlassen und sie zu computersüchtigen Zombies machen.

Die wirklichen Gräben erzeugt allerdings die unselige Debatte über Computerspiele. Schon Heute liegt Deutschland beim Einsatz von Computern in Bildungsprozessen ganz weit hinten. Die OECD Studie 2003 (Pisa) hat das gezeigt. Die jüngste Diskussion nach dem Selbstmord in Emsdetten wird die Akzeptanz noch weiter sinken lassen.

Der Homo Ludens muss spielen. Wenn er aufhört zu spielen, dann hört er auf zu lernen. Ein Beispiel sind die „Serious Games“, die zeigen, wie wichtig Computerspiele und Lernprogramme in einen Prozess des lebenslangen Lernens sind. Deutschland muss in der Debatte einen Paradigmenwechsel vollziehen, sonst landen wir bildungspolitisch im Mittelalter.

Nachtrag
Jüngstes Opfer der Maschinenstürmerei ist die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)

  • Seit 12 Jahren testet die USK Computerspiele auf mögliche Beeinträchtigungen auf Kinder und Jugendliche.
  • Die USK ist neben der BPjM die einzige Organisation, die aktiv im Jugendschutzbereich zu Computerspielen arbeitet.
  • Die USK kennzeichnet Spiele, sie verbietet sie nicht.

Das hält Prof. Pfeiffer nicht davon ab, die Abschaffung der USK zu fordern. Kein Wunder. Es geht ihm nicht um Jugendschutz. Der Prof. möchte alle Computerspiele wie Drogen nur noch kontrolliert und gegen Sondersteuer abgeben lassen.