06 Mai

Tastatur überflüssig? – Google Chrome 11 mit Spracherkennung

Jeder Windows Benutzer hat bereits seit
Vista eine Spracherkennung auf seinem System. Kaum einer wird sie
sie jedoch nutzen. Die Erkennung ist fehleranfällig und eignet sich
gerade mal zum Öffnen eines Fensters. Klassische Systeme IBM-“via
voice“ & Dragon-“naturally speaking“ sind dagegen schwer zu
handhaben und brauchen eine lange Trainingsphase. Die Spracherkennung
im Google-Browser funktioniert über eine Cloud.

Benutzer eines Android-Gerätes der
Version 2.2 oder höher haben bereits eine Sprachsuche eingebaut. Ich
benutze die Sprachsuche auf meinem „Galaxy“-Handy regelmäßig
und bin immer wieder überrascht, wie gut ist die Ergebnisse sind.

\"*\"

Wie funktioniert es?

Das die Sprachsuche auf einfacher
Hardware wie einen Handy überhaupt nutzbar ist, hat folgenden
Hintergrund. Google komprimiert die Sprache und sendet sie an eine
Cloud. Die enorme Leistung der Computer und die große Datenbasis
sorgen dafür, dass die Erkennung auch ohne Training gut ist.

Damit ein Eingabefeld für die
Spracherkennung verwendet werden kann, muss es mit dem Flag
\“x-webkit-speech\“ versehen werden. Dann erscheint ein
Mikrofon-Symbol an der Seite des Feldes. Leider funktioniert das nur mit
„Input“-Elementen, was das Diktieren von mehr als ein paar
Wörtern ausschließt.

Eine Einschränkung die sich jedoch
leicht umgehen lassen kann. Hier ein paar Zeilen Code und ein
Beispiel um das zu demonstrieren. Einfach nach jedem Satz auf
kopieren klicken um die Textbox zu füllen.


\".\"
<form action=\“#\“ name=\“test\“>
<p><input size=\“80\“ style=\“width:450px;\“ name=\“test\“ x-webkit-speech /></p>
<p><input type=\“button\“ value=\“kopieren\“ name=\“copy\“ onclick=\“document.forms[\’test\‘].diktat.value += document.forms[\’test\‘].test.value;void(0);\“ /></p>
<p><textarea rows=\“60\“ cols=\“60\“ style=\“width:450px;\“ name=\“diktat\“ id=\“diktat\“></textarea></p>
</form>

Hier kommt der Text rein!!

Der Test funktioniert natürlich nur mit Chrome version 11 und größer. Die neueste Beta von Google Chrome kann hier heruntergeladen werden.

Fazit

Was der Spracherkennung von Google definitiv fehlt, ist eine Rechtschreibkorrektur. Leider werden Hauptwörter und Satzanfänge auch nicht groß geschrieben. Hilfreich wäre eine Autokorrektur auf der Basis von \“hunspell\“. Auch der Duden Korrektor oder die Rechtschreibkorrektur von Open-Office können gute Hilfe leisten.

Wirklich Sinn macht die Spracherkennung aber auf Handys und Geräten ohne Tastatur wie Tablet-PCs. Auch für kurze Nachrichten, bei denen es auf die korrekte Rechtschreibung ankommt, ist Spracherkennung optimal.

Übrigens… dieser Text wurde mit Google-Chrome 11 erstellt.