06 Mai

Tastatur überflüssig? – Google Chrome 11 mit Spracherkennung

Jeder Windows Benutzer hat bereits seit
Vista eine Spracherkennung auf seinem System. Kaum einer wird sie
sie jedoch nutzen. Die Erkennung ist fehleranfällig und eignet sich
gerade mal zum Öffnen eines Fensters. Klassische Systeme IBM-“via
voice“ & Dragon-“naturally speaking“ sind dagegen schwer zu
handhaben und brauchen eine lange Trainingsphase. Die Spracherkennung
im Google-Browser funktioniert über eine Cloud.

Benutzer eines Android-Gerätes der
Version 2.2 oder höher haben bereits eine Sprachsuche eingebaut. Ich
benutze die Sprachsuche auf meinem „Galaxy“-Handy regelmäßig
und bin immer wieder überrascht, wie gut ist die Ergebnisse sind.

\"*\"

Wie funktioniert es?

Das die Sprachsuche auf einfacher
Hardware wie einen Handy überhaupt nutzbar ist, hat folgenden
Hintergrund. Google komprimiert die Sprache und sendet sie an eine
Cloud. Die enorme Leistung der Computer und die große Datenbasis
sorgen dafür, dass die Erkennung auch ohne Training gut ist.

Damit ein Eingabefeld für die
Spracherkennung verwendet werden kann, muss es mit dem Flag
\“x-webkit-speech\“ versehen werden. Dann erscheint ein
Mikrofon-Symbol an der Seite des Feldes. Leider funktioniert das nur mit
„Input“-Elementen, was das Diktieren von mehr als ein paar
Wörtern ausschließt.

Eine Einschränkung die sich jedoch
leicht umgehen lassen kann. Hier ein paar Zeilen Code und ein
Beispiel um das zu demonstrieren. Einfach nach jedem Satz auf
kopieren klicken um die Textbox zu füllen.


\".\"
<form action=\“#\“ name=\“test\“>
<p><input size=\“80\“ style=\“width:450px;\“ name=\“test\“ x-webkit-speech /></p>
<p><input type=\“button\“ value=\“kopieren\“ name=\“copy\“ onclick=\“document.forms[\’test\‘].diktat.value += document.forms[\’test\‘].test.value;void(0);\“ /></p>
<p><textarea rows=\“60\“ cols=\“60\“ style=\“width:450px;\“ name=\“diktat\“ id=\“diktat\“></textarea></p>
</form>

Hier kommt der Text rein!!

Der Test funktioniert natürlich nur mit Chrome version 11 und größer. Die neueste Beta von Google Chrome kann hier heruntergeladen werden.

Fazit

Was der Spracherkennung von Google definitiv fehlt, ist eine Rechtschreibkorrektur. Leider werden Hauptwörter und Satzanfänge auch nicht groß geschrieben. Hilfreich wäre eine Autokorrektur auf der Basis von \“hunspell\“. Auch der Duden Korrektor oder die Rechtschreibkorrektur von Open-Office können gute Hilfe leisten.

Wirklich Sinn macht die Spracherkennung aber auf Handys und Geräten ohne Tastatur wie Tablet-PCs. Auch für kurze Nachrichten, bei denen es auf die korrekte Rechtschreibung ankommt, ist Spracherkennung optimal.

Übrigens… dieser Text wurde mit Google-Chrome 11 erstellt.
17 Apr

Tastaturen: Logitech G-Serie Keyboards reinigen

Die Logitech G11 und G15 Keyboads sind gerade bei Spielern und Nerds sehr beliebt. Sie sind auch zu teuer um sie nach einem Jahr schmutzig wegzuschmeissen. Mit etwas Mut und einem kleinen Schraubenzieher bewaffnet kann man jedoch die Tasten abziehen.

\"*\"

Computertastaturen sind der dreckigste Platz im ganzen Haus. Abputzen der Tasten alleine reicht nicht. Eine Computertastatur sammelt Schmutz unter den Tasten. Gerade bei den teuren Logitech G Modellen ist es jedoch nicht ersichtlich wie man den Schmutz zwischen den Tasten weg bekommt. Die ca. 20 Schräubchen an der Unterseite muss man zum Reinigen nicht lösen. Die Tastenmechanik steht aus einer wasserdichten Vertiefung heraus, die in die Oberschale der Tastatur eingelassen ist. Die Tasten sind aufgesteckt. Dadurch übersteht die Tastatur auch mal ein Malheur mit Kaffee oder Cola.

Reinigen

Mit einem Elekronikschraubenzieher oder sonst einen schmalen Hebel kann man die Tasten einzeln abheben. Wenn man beherzt nach oben drückt muss man auch keine Angst vor Beschädigungen haben.  Die Leertaste und die anderen doppelten Tasten sollte man allerdings aussparen, da sich die Metallbügel dieser Tasten nur schwer wieder befestigen lassen.

\"*\"

Danach kann man die Schale aussaugen (Vorsicht!!! Die losen Tasten vorher in Sicherheit bringen) und mit einem feuchten Lappen bzw. Q-Tips säubern.

IBM Model M

Meine Lieblingstastatur ist übrigens das IBM Model M, von dem ich noch zwei Exemplare retten konnte. Diese Tastaturen mit Klickfedermechanismus genießen Kultstatus und können bei Ebay auch mal über 100 Euro kosten. Beim Model M sind auf die eigentlichen Tasten noch einmal Kappen aufgesteckt, die sich einfach in der Spülmaschine reinigen lassen. Leider ist der Tastaturklick so laut, dass man sich mit ihr in Büros nicht gerade Freunde macht.

Siehe: de.wikipedia.org/wiki/IBM_Model_M

 

26 Feb

Joomla 1.6 – Was ist neu

Seit Januar 2011 ist Joomla 1.6 für den produktiven Einsatz freigegeben. Die einfache, übersichtliche Bedienung hat Joomla zu dem zweit meist benutzten Content Management System weltweit gemacht. Was ändert sich für Administratoren und Entwickler?

\".\"Wer glaubt, dass Typo3 häufiger eingesetzt wird, liegt volkommen falsch. Das angeblich so professionelle Typo3 hat weltweit einen Marktanteil von 5-7%.

Joomla 1.6 kam mit zwei Jahren Verspätung. Auch wenn der eine Punkt hinter dem Komma keine großen Änderungen vermuten lässt, so sind die Verb\"*\"esserungen auf Codeebene gravierend. Alle Komponenten und Libraries sind komplett überarbeitet und harmonisiert worden. Formularfelder werden im Backend zum Beispiel über eine XML Datei definiert. Durch den konsequenten Gebrauch von Modellen beinhaltet der Controller einer Komponente häufig nur noch die Display-Funktion.

Hier nun die wichtigsten Änderungen für Administratoren

  • Über Zugriffskontrolllisten (ACLs) können Zugriffsrechte notfalls granular vergeben werden.
  • Die Unterscheidung zwischen Bereichen und Kategorien fällt weg. Es gibt nur noch Kategorien, die beliebig verschachtelt werden können.
  • Aus den Menüpunkten heraus ist direkter Zugriff auf die angezeigten Module, das verwendete Template und die Zugriffsrechte möglich.
  • Erweiterungen und das Kernsystem können automatisch aktualisiert werden.
  • Seitenheader können nun flexibler für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) vorbereitet werden.
Umsteigen oder nicht?
Für den Administrator ändert sich mit 1.6 nur wenig. Erfahrene Joomla-Benutzer werden sich sofort zurecht finden. Da sich auch die Geschwindigkeit und der Resourcenverbrauch verbessert haben sollten neue Projekte sollten unbedingt 1.6 verwenden. Für existierende Projekte ist ein Umstieg nicht notwendig, dank Migrationsscript jedoch problemlos möglich.

Änderungen für Entwickler

Einigermaßen sauber programmierte Komponenten lassen sich schnell anpassen. Will man wirklich konform mit Joomla 1.6 sein, dann sollte man jedoch den Code grundsätzlicher anpassen. Durch die Beschränkung auf PHP5.2 und die neuen Funktionen der Library lässt sich manches eleganter lösen. 

Die wichtigsten Änderungen für Entwickler

  • Joomla 1.6 setzt mindestens PHP 5.2 voraus.
  • Die Struktur der XML Dateien für die Installation und Konfiguration von Erweiterungen bzw. Views hat sich geändert. Dafür hat sich z.B. die Anzahl der Konfigurationsmöglichkeiten fast verdoppelt.
  • Das Backend benutzt nun ein statt Tabellen ein Boxlayout mit Floatenden DIVs. Dadurch sind flexiblere Interfaces möglich.
  • Durch das \“Access Control System\“ können Zugriffe nun für jede Komponente individuell gesteuert werden.
  • Das überarbeitete Caching bietet nun auch externen Komponenten und Modulen eine Möglichkeit Caching zu implementieren.
  • Es gibt zahlreiche neue Klassen wie JModelList und JModelForm die vor allem die Entwicklung im Backend vereinfachen und standardisieren.
  • Eine neue Tabellenklasse JNestedTable ermöglicht hierarchische Strukturen wie Menübäume, die sich schnell und einfach verwalten lassen.

\"*\"

Siehe auch:

Joomla Quellen


13 Jul

Günstig und kostentransparent Surfen mit dem Handy

*Als Medienreferent beim Deutschen
Kinderhilfswerk habe ich ich mich Jahrelang für mehr Informationen
bezogen auf die Kosten und mögliche Fallen bezogen auf die
Handynutzung eingesetzt. Viele (auch Erwachsene) stolpern bei der
Handynutzung über Tarife, die nach Ablauf der Inklusivminuten bzw.
des Downloadvolumens so richtig teuer werden.

Auch wenn die reinen Mobilfunkkosten
selbst bei Netzübergreifenden Gesprächen mittlerweile überschaubar
sind, benutze ich wenn möglich meinen Festanschluss. Mit einer 15,-
€ Prepaid-Karte für mein T-Mobile Extra Handy komme ich ohne
Probleme zwei bis drei Monate aus.

Mein gutes Einfachhandy hatte nach drei
Jahren endlich ausgedient. Zur Wahl stand ein Samsung Galaxy S
I9000
oder ein anderes Android Handy. Ohne Mobiles Internet
machen solche Handys jedoch nicht viel Sinn. Also habe ich mich mal
auf die Suche nach der günstigsten Lösung gemacht.

Nepper, Schlepper, Bauernfänger

*

Die Datentarife von T-Mobile haben kann
man getrost als frech bezeichnen. Vor allem sind sie aber
unübersichtlich. Bei „Web and Walk“ für immerhin 24,95- €
sind 300 MB und ein (SurfStick) drin. Wenn die 300 MB überschritten
sind, kostet jedes MB 49 Cent. Der Download z.B. einer Office
10-Testversion schlägt dann mit über 320,- € zu buche. Ich möchte
nicht wissen, wie viele Familien dadurch bereits ruiniert haben.

Zum Glück bietet T-Mobile seinen
„Extra“ Kunden nur einen Tagestarif zu 5,- €, bzw. einen Tarif
mit Minutentakt zu 9 Cent die Minute an. Leider wir dabei die
Verbindung von theoretischen 7,2 Megabyte auf 340 Kbit begrenzt.

Nur noch bei O2 stößt man auf ähnlich
schlechte Konditionen. Auch die meisten Billigprovider (z.B. fonic,
congstar, simyo) haben auch Datentarife. Allerdings drosseln sie nach
einem bestimmten Downloadvolumen auf ISDN-Geschwindigkeit. Fonic
schaltet zum Beispiel schon nach 200 MB runter.

Meine Favoriten

Am günstigsten erschien mir das
Angebot von Blau.de mit sehr günstigen Sprachtarifen und einer
Datenflatrate für 19,80 pro Monat. Zwar wird hier nach 5 Gigabyte
gedrosselt. Für ein Handy ist das aber ausreichend. Finger weg von
den 1 GB und 100 Megabyte Datenoptionen von Blau.de. Dort kostet jedes
überzählige MB 29 Cent.

Aber halt! Es gibt ja noch Provider mit
günstigen Grundgebühren. Das könnte sich lohnen. Ein echtes
Schnäppchen habe ich bei dem E-Plus Ableger Base gesehen. Für nur
15,- € gibt es dort einen Tarif mit 50 Freiminuten und einer
Datenflatrate. (Drosselung nach 256 MB) Legt man 10 Euro drauf, wird erst nach 5 GB gedrosselt.

Hier nochmal ein paar grundsätzliche
Tipps für das Surfen mit dem Handy:

  • Ohne expliziten Datenvertrag sollte
    man UMTS/GRPS und auch WAP nie nutzen. Sonnst wird es teuer.
  • Im Ausland gelten die Datenoptionen
    nicht. Es gibt zwar seit Juli ein Limit von 50,- €, ab dem der Provider warnen
    muss. Dieses Limit ist aber innerhalb weniger Minuten erreicht.
  • Datentarife sollten immer Drosseln
    und keinen Überverbrauch extra abrechnen.
  • Fast alle Prepaid-Tarife sind für
    Normaltelefonierer preiswerter als Vertragstarife inklusive Handy. 24
    Monats-Tarife mit Basispreis lohnen sich NIE. Je nach Tarif und
    Nutzung zahlt man am Ende über 1000,- € mehr.
  • Vorsicht bei den Daten-Flatrates mit Surfstick. Bei Tschibo gibt es z.B. einen günstigen 5-GB Datentarif mit anschließender Drosselung. Angeblich bekommt man nur eine getrennte SIM-Karte. Vor der Internetnutzung müsste man erst die SIM wechseln.

Die oben genannten Tarife sind keine
Kaufempfehlungen. Sei sollen nur zu eigenen Recherchen anregen. Es
ist durchaus möglich, dass es noch günstigere Konditionen gibt.

12 Apr

Wenn Bilder lügen – Photoshop Hoaxes und verblüffende Effekte

Das Internet ist voll von skurrilen Tatsachen, die mit angeblich echten Dokumenten bewiesen werden sollen. (»Hoaxes«) Kornkreise waren Gestern. Leistungsfähige Grafiksoftware und ein bisschen Übung macht es möglich verblüffende Bilder zu kreieren.*

Manche bekannte »Hoaxes« sind schon über 15 Jahre alt. Bei „Bert is evil“ (www.bertisevil.tv) wird die dümmlich schauende Figur aus der Sesamstraße in historische Fotos montiert oder bei kompromittierenden Begebenheiten gezeigt.*

Weniger eindeutig, aber nicht weniger berühmt, ist der „Tourist of Death“ (www.touristofdeath.com). Das angeblich letzte Foto eines Besuchers auf dem World-Trade-Centers ist so beliebt, dass er in hunderte weitere Fotos montiert worden ist. Mal steht er an der Seite „Osama Bin Ladens“ mal ist er Teil der Baywatch-Teams.

Ein Seite die sich ganz den Manipulationsmöglichkeiten mit Photoshop verschreiben hat, ist worth1000.com. (www.worth1000.com) Die englischsprachige Seite Worth1000 ruft z*u Wettbewerben unter bestimmten Themen auf. Die Ergebnisse sind manchmal verblüffend und meistens irritierend, da manche Bilder mit unseren Erwartungen an ein Motiv spielen. Bei vielen Montagen muss man unwillkürlich schmunzeln.

Für ambitionierte Grafiker gibt es bei worth1000.com auch Anleitungen zum nachmachen. Englisch sollte man aber schon beherrschen.

 

26 Dez

Defekte Festplatten analysieren mit smartctl

*Fehleranalysen an Computern sind nicht einfach. Ein unwilliges Betriebssystem kann viele Ursachen haben. Gerne wird von Werkstätten die Festplatte getauscht. Mit eine Life CD und dem Linux -Tool smartctl kann jeder selbst die Festplatte testen.

Schon seit einigen Jahren sind IDE- und SATA-Festplatten mit SMART Diagnosefunktionen ausgestattet. Moderne Bios-Versionen unterstützen diese Funktion und zeigen Festplattenfehler bereits beim Einschalten. Eine GParted, Knoppicillin oder Knoppix Life-CD sollte jeder ambitionierte Computernutzer im Schrank haben. Von diesen CDs kann man unabhängig von der Festplatte starten. Sollte die eingelegte CD nicht automatisch booten, dann muss man eine bestimmte Taste drücken, sobald ein Bild (POST-Screen) nach dem Einschalten erscheint oder die Bootreihenfolge im Bios ändern.

Nachdem die Live CD gestartet hat, öffnet man ein Terminal (Shell). Bei Ubuntu findet man diese unter „Anwendungen -> Zubehör -> Terminal“. Um zum Superuser (root) zu werden, gibt man „sudo su“ und return ein. »smartctl« sollte als Befehl verfügbar sein. Wenn nicht, dann kann man ihn nun unter Ubuntu, Debian mit dem Befehl „apt-get install smartmontoools“ nachinstallieren, wenn der Computer eine Internetverbindung hat.

»smartctl« wird (wie alle Konsole-Werkzeuge) über angehängte Befehle bedient. Ein »smartctl -h« zeigt eine Liste der möglichen Funktionen und Beispiele für die Verwendung des Programms. Die Ausgabe erfolgt in englisch.

Linux verwaltet alle Laufwerke alphabetisch „sda“,“sdb“,“sdc“… u.s.w. Die erste Festplatte sollte normalerweise „sda“ sein. Der Befehl »fdisk -l« zeigt alle Festplatten und die darauf befindlichen Partitionen an. Sollte hier das vermeintliche Laufwerk nicht auftauchen, dann kann man sich die weitere Diagnose mit „smartctl“ sparen und andere Fehlerquellen in Betracht ziehen. Die da wären:

  •  Datenkabel oder Stromzuführung sind nicht richtig angeschlossen
  •  Der SATA bzw. IDE-Port ist im Bios ausgeschaltet oder läuft im falschen Modus (Stichwort: Raid)
  • Die Platte ist ernsthaft defekt

Falls notwendig muss ab jetzt das A bei /dev/sda gegen den entsprechenden Buchstaben der Festplatte ausgetauscht werden.

Status anzeigen

Der Festplattenstatus wird über folgenden Befehl abgefragt

  •  smartctl –all /dev/sda

Test starten und analysieren

Zuerst sicher gehen, dass smart eingeschaltet ist

  • smartctl -s on /dev/sda

Danach startet man den Test

  • smartctl -t short on /dev/sda

Nach spätestens 10 Minuten den Test abfragen

  • smartctl -l selftest /dev/sda

Gegen Ende der Ausgabe sollte folgendes stehen.

SMART Self-test log structure revision number 1
Num  Test_Description    Status                  Remaining  LifeTime(hours)  LBA_of_first_error
# 1  Short offline       Completed without error       00%      4970         –

In unserem Beispiel ist die Festplatte in Ordnung. Ein ausführlicher Test „-t long“ bringt mehr Sicherheit, dauert aber auch Stunden.

Bezugsquellen

Unter sourceforge.net/apps/trac/smartmontools/wiki/Download#ListofbootableCDs findet man eine Liste von Life-CDs mit smartctl. Smartlinux (smartlinux.sourceforge.net) passt sogar auf eine 1,4 Zoll Diskette.

Ich benutze keine CD sondern einen Stick, den ich mit dem Ubuntu USB-Startmedien-Ersteller von Ubuntu präpariert habe. Dort kann ich mir bei Bedarf Programme und Virenkiller permanent nachinstallieren. Ein USB-Stick ist in der Regel auch schneller.

Ein Schweizer Taschenmesser für die Analyse von defekten Computern ist auch die „Ultimate Boot CD„.

02 Dez

Das Samsung N510 unter Unbuntu Linux

Das Samsung N510 mit 11,6 Zoll Bildschirm stellt einen optimalen Kompromiss zwischen kleinen Netbooks und Laptops dar. Für mich war jedoch nur eins wichtig. Wie läuft das Samsung ANYNET unter Linux.

Ende November war mal wieder ein neues Notebook fällig. Das Samsung N510 punktet für mich mit folgenden Merkmalen.

  • 11,6 Zoll entspiegeltes Display mit 1366 mal 768 Bildpunkten
  • 1,4 KG mit Akku bei eine Laufzeit von bis zu 5 Stunden
  • 250 GB Festplatte mit vorinstalliertem Windows 7 Personal
  • Nvidia Mobile Grafikkarte mit 512 MB RAM und HDMI

Das Notebook gibt es für 450,- € (500,- € mit 2 GB RAM). Vergleichbare Notebooks von Lenovo sind sicher hochwertiger aber mit knapp 2000,- € auch deutlich teurer.

Technisches

Es gibt vom Samsung N510 verschieden Varianten. Die Ältere mit 160 GB HD und Vista hat einen Maxwell Wlan Chipsatz, der von Linux nativ unterstützt wird. Die Windows 7 Variante hat einen Realtek  8192 Wlan Chip, der erst ab Kernel 2.6.32 unterstützt wird. Kernel 2.6.32 befindet sich noch in der Beta Phase.

Für alle, die ein Samsung N510 mit realtek 8192e haben, habe ich mal ein
Paket aus dem neusten Treiber aus kernel 2.6 staging, der Firmware und
einem install Script gemacht.

http://www.dirk-hoeschen.de/temp/rtl819Xe.tar.gz

Einfach nur entpacken und das install.sh script aufrufen.

Wer will, der kann sich einen „SNAPSHOT“ mit dem neusten Treiber hier holen:

http://git.kernel.org/?p=linux/kernel/git/torvalds/linux-2.6.git;a=tree;f=drivers/staging/rtl8192e;hb=aa021baa3295fa6e3f367d80f8955dd5176656eb

Einfach über die Dateien im Archiv kopieren.

Soweit ich das beurteilen kann, läuft der Treiber schnell und stabil. WPA und Standby sind kein Problem.

Fazit

Das N510 läuft unter Linux problemlos. Vorausgesetzt man kann auf einige Sondertasten verzichten oder ist in der Lage sich einen eigenen Kernel zu bauen.

Weitere Informationen

15 Okt

PHP Download counter Script

Manchmal will man einfach nur zählen, wie oft ein Programm oder ein Archiv heruntergeladen wird. Häufig will man auch verhindern, dass ein direkter Download von einer fremden Seite möglich ist. Ein erstaunlich kurzes Script schafft Abhilfe.

Das PHP Script

<?php
/*
 * Downloadcounter Kontrollscript
*/
$path=“./downloads/“;
// hole dateinamen aus variable f
$filename = strip_tags($_GET[‚f‘]);
if ($filename!=““) {
    // ganzes verzeichnis lesen
    $dir_handle = @opendir($path) or die(„Unable to open „.$path);
    while ($file = readdir($dir_handle)) {
        if (!is_dir($file)) {
            if ($file==$filename) {
                rename($path.$file,$path.“0:0:“.$file);
                $file = „0:0:“.$file;
            }
             // datei in array splitten
            $fparts = preg_split(‚/:/‘,$file);
           if ((count($fparts)>1) && ($fparts[2]==$filename)) {
                  // counter erhönen, neuen zufallswert ermitteln und datei umbenenenn
                $dlcount = intval($fparts[0])+1;
                $frandom = hash(„md5“,microtime());
                $newfilename=$dlcount.“:“.$frandom.“:“.$filename;
                rename($path.$file,$path.$newfilename);
                break;
           }
        }       
    }

    // datei mit dem ursprünglichen namen ausgeben
    if ($newfilename!=““) {
        header(‚Content-type: application/zip‘);
        header(‚Content-Disposition: attachment; filename=“‚.$filename.'“‚);
        header(„Content-Transfer-Encoding: binary“);
        readfile($path.$newfilename);
    }

}

?>

 Wie funktioniert es?

Dem Downloadscript wird über die Variable „f“ der gewünschte Dateiname übermittelt. Das Script sucht nun im Unterordner „downloads“ nach der Datei. Die Datei ist nach folgendem Muster gespeichert: ZÄHLER:HASH:DATEINAME.

Die Teile zwischen dem „:“ werden aufgesplittet. Der Zähler wird um eins erhöht, ein neuer hashwert genriert und die Datei umbenannt.

Dadurch ist ein Download der Datei nur über das Script möglich. Zusätzlich kann man über den Dateinamen ermitteln, wie oft die Datei heruntergeladen wurde.

Zugriffsbeschränkung

Bis jetzt funktioniert unser Script nur als Zähler. Außerdem verhindert es den direkten Download.

Wenn das Script in einem passwortgeschützten Bereich liegt oder über die Sessionvariable auswertet, ob ein Benutzer angemeldet ist, kann es leicht dazu dienen, dass ein Download nur nach einer vorherigen Benutzeranmeldung möglich ist.

06 Sep

Alternative DNS-Server – Stopschild-Killer und mehr

Domain Name Server (kurz DNS) sind spezielle Server, die zu Namensanfragen die Notwendigen IP-Adressen liefern. Manchmal hat es Vorteile, wenn der DNS des eigenen Providers nicht benutzt wird. Dadurch schlägt man nicht nur dem Überwachungswahn ein Schnippchen.

*Die Stopschilder, die ab Herbst beim Besuch von Kinderpornografie und anderen unerwünschen Seiten auftauchen sollen, sind nur möglich, weil die Provider eigene DNS-Server betreiben. Diese Filtern und protokollieren die Anfragen ihrer Kunden und blenden bei einem Treffer das viel diskutierte Stopschild ein.

Was mich dabei aufregt, ist die Tatsache, dass ich als Surfer unter Generalverdacht gestellt werde und durch die permanente Überwachung so etwas wie eine ständige Rasterfahndung durchgefürt wird. Hinzu kommt, dass die Liste absolut geheim und belibig erweiterbar ist. Dadurch wird sie zu einem praktischen Instrument des Überwachungswahns mancher Politiker.

Nicht nur die Innenminister und der Staatsschutz finden die Filtermöglichkeit durch DNS interessant. Mein Provider Versatel hat vor kurzem angefangen mich auf eine Yahoo Websuche mit Werbung zu schleusen, wenn die eingegebene Adresse nicht gefunden werden kann.

Zum Glück kann ich jeden beliebigen DNS-Server benutzen. Ausländische Nameserver und die Server von Forschungseinrichtungen filtern die Anfragen nicht. Sie sind meist sogar schneller.

So geht es

*Man sucht sich aus der Liste bei www.stanar.de den Server einer Universität (z.B. Tu-Berlin 130.149.4.20) heraus. Danach gibt es zwei Möglichkeiten wo man die andere IP als neuen DNS einträgt.

1: Systemweit – in der Router-Konfiguration

Je nach DSL-Router ist es unterschiedlich, wo der neue DNS anstatt des DNS des Providers eingetragen wird. Meist steht diese Konfigurationsoption aber im Zusammenhang mit den Zugangsdaten oder den generellen Netzwerkeinstellungen. Die beliebten Fritz-Boxen von AVM erlauben leider gar keinen alternativen DNS Server.

2: In den Netzwerkeinstallungen des Betriebssystems

Auch hier ist es abhängig vom Betriebssystem. Unter Vista und XP findet man die Möglichkeit den DNS zu ändern, indem man unter Netzwerkeinstellungen mit der rechten Maustaste die Eigenschaften einer Netzwerkverbindung aufruft.

Weiterführende Links

19 Jul

Ausgestanzte Titel und Objekte mit inkscape

Dass sich das Open Source – Vektorgrafikprogramm Inkscape gut für das Erstellen von Webseitenlayouts eignet, sollte sich herumgesprochen haben. Hier nun eine einfach umzusetzende Anregung für nette Ausstanzefekte mit Schriften und anderen Elementen.

*

Gerade mal 5 Schritte braucht es, um
den Effekt mit dem (scheinbar ausgestanzten) Text zu generieren.

  • *Erst wird ein dunkles Rechteck mit einem Verlauf oder Muster erstellt.
  • Danach einen Text mit einer einer etwas dickeren Schrift und hellen Farbe erstellt.
  • Nun wird das Textobjekt zwei mal dupliziert (Strg+D). Die beiden Duplikate sollten außerhalb der Hintergrundes leicht versetzt angeordnet werden. (siehe Bild)
  • *Die beiden Kopien werden nun markiert und mit dem Pfadwerkzeug „Differenz“ (Strg+-) die Überlappung weggeschnitten. Übrig bleibt ein Fragment des Textes.
  • Dieses Fragment wird schwarz gefärbt, über das „Füllung und Kontur“-Werkzeug (Shift-Strg+F) unscharf gemacht und die Transparenz erhöht. (siehe Bild) Schiebt man nun den Schatten über den ursprünglichen Titeltext, sieht man den Effekt.

Hinweis: Natürlich lässt sich der Effekt vielfältig einsetzen. Mit einer zweiten Kante kann man z.B. weißen Text aus einem weißen Hintergrund ausstanzen. Wenn man als Hintergrund ein Bitmapmuster oder Foto verwendet und die Transparenz des Titeltextes reduziert sind ebenfalls nette Effekte möglich.

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Damit das Beschriebene nachvollzogen werden kann, steht die SVG-Datei für diesen Artikel zum Download bereit. Darin sind auch noch 2 Beispielvariationen enthalten. 

Download: stanzeffekt.svg (179 KB)

Anmerkung: Inkscape hat im „Effekte“-Menü unter „Pfad modifizieren“ einen Effekt namens „Kante 3D“. Der macht im Prinzip etwas ähnliches. Leider ist das Ergebnis nur schwer vorhersehbar und die Resultate wirken unrealistisch.

* 

Inwieweit man überhaupt 3D-Schrifteffekte (die eher in den 90ern en vouge waren) einsetzen will, ist natürlich Geschmacksfrage. Ich mag bunte „indian style“-Webseiten mit vielen Effekten.

*